Die vor 500 Jahren in der Schweiz entstandene Täuferbewegung betonte nicht nur die Autorität der Schrift und das Wirken des Geistes, sondern auch die verbindliche Gemeinschaft der Gläubigen – mit Jesus als dem unerschütterlichen Fundament: 1. Korinther 3,11: „Denn einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.“
Dieser Vers unterstreicht die zentrale Grundlage des christlichen Glaubens und ergänzt die Grundprinzipien der Täuferbewegung treffend:
- Heiliger Geist: Der Geist führt in die Wahrheit und offenbart Christus als das Fundament des Glaubens. Ohne ihn bleibt das Verständnis der Schrift unvollständig.
- Heilige Schrift: Die Bibel bezeugt Christus als das Zentrum unseres Glaubens und unserer Lehre. Sie zeigt, dass jede theologische oder gemeindliche Ausrichtung auf ihn gegründet sein muss.
- Gemeinde: Als Leib Christi baut sich die Gemeinde auf das Fundament Jesu auf. Ohne diese Basis verliert sie ihre Ausrichtung und ihren Auftrag.
Eine mögliche Anwendung für die heutige Gemeindeentwicklung
- Christus als Zentrum der Gemeinde
- In allen strategischen Planungen, theologischen Überlegungen und Gemeindeaktivitäten sollte Jesus Christus der Mittelpunkt bleiben. Programme und Strukturen sind wichtig, aber nur dann nachhaltig, wenn sie auf seinem Fundament stehen (1. Korinther 3,11).
- Heiliger Geist als Wegweiser
- In der heutigen Gemeindeentwicklung ist es entscheidend, nicht nur menschliche Weisheit oder Methoden zu nutzen, sondern offen für das Wirken des Heiligen Geistes zu sein. Er gibt Orientierung und bewahrt davor, sich allein auf organisatorische oder pragmatische Lösungen zu verlassen.
- Die Schrift als Maßstab
- Die Bibel bleibt der verbindliche Maßstab für Glaube und Praxis. Reformprozesse und Erneuerungen sollten sich stets an der Schrift orientieren, um ihre theologische Tiefe und geistliche Integrität zu wahren.
- Gemeinde als lebendige Gemeinschaft
- Gemeinde ist nicht nur eine Institution, sondern eine geistliche Familie, die in verbindlicher Nachfolge lebt. In Zeiten individueller Spiritualität und wachsender Distanz zur Kirche müssen Gemeinden bewusst Gemeinschaft fördern und Menschen aktiv in den Glauben hineinnehmen.
- Langfristige Stabilität durch ein solides Fundament
- Gemeinden stehen oft vor Herausforderungen wie Veränderung, Wachstum oder gesellschaftlichem Wandel. Doch wenn die Grundlage Christus bleibt, kann die Gemeinde flexibel bleiben, ohne ihre Identität zu verlieren. 1. Korinther 3,11 erinnert daran, dass unser Fundament nicht Programme oder Personen sind, sondern Jesus selbst.
Eine gesunde Gemeindeentwicklung verbindet geistliche Tiefe mit praktischer Umsetzung. Die täuferischen Prinzipien – Heiliger Geist, Heilige Schrift und Gemeinde – bleiben heute ebenso aktuell wie vor 500 Jahren. Sie helfen, den Fokus auf Jesus als das tragfähige Fundament zu bewahren.
Diese Empfehlung gebe ich gerne weiter!
Heinrich Klassen, Bundesleitung